• • Zeugin im Glück: Kosten der verpatzten Vernehmung • • €1,5 Mio. Gehaltszuschuss bewirkt US-Gerichtsbarkeit • • Verwendung von Marken Dritter: Wetten und Bahnen • • Trotz $25000 Strafe klagt Wutkläger erneut • • Untreuer Vertreter mit Immunit√§tsanschein • • Verbotene Vertragsauslegung: $10 = $20 oder 10USD? • • Immunität der BRD im US-Gericht • • Schiff auf Riff - Tod auf Schulausflug: Kausal? • • Neueste Urteile USA

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Montag, den 25. Juli 2005

Schmiergeld für Musik  

.   Heute verkündete Justizminister Spitzer aus dem Staat New York einen Vergleich mit Sony BMG Music Entertainment. Wegen des Vorwurfes von Schmiergeldzahlungen an Radio-DJs zur bevorzugten Behandlung von Musikstücken aus dem Hause Sony BMG wird das Unternehmen eine Vergleichsstrafe von $10 Mio. zahlen.

Seit 1960 sind solche Bestechungszahlungen, unter der Bezeichnung Payola bekannt, bundesrechtlich verboten, 47 USC §§317, 508; siehe auch Katunich, Time to Quit Paying the Payola Piper: Why Music Industry Abuse Demands a Complete System Overhaul, 22 Entertainment Law Review 643 (2002).



Montag, den 25. Juli 2005






CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.