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Freitag, den 18. Mai 2007

Schreiber gefesselt, Rechte weg  

.   Eine wesentliche vertragsrechtliche Veränderung zeichnet sich für Buchverfasser ab. Bisher waren sie vertraglich an einen Verlag gebunden, bis die Werke ausverkauft - out of Print - waren. Dann konnten die Schreiber ihr Urheberrecht zurückerwerben, um das Werk anderen Verlagen anzubieten.

Problematisch wurde diese Regelung mit der Technik des Druckens auf Anfrage oder nach Bedarf. Bisher sahen die Standardverträge, die die Verfassergewerkschaft Author's Guild empfiehlt, Regelungen für einen Mindestschwellenwert vor, bei dessen Unterschreitung der out of Print-Status impliziert wurde. Diese Regelung wollen die Verlage abschaffen, und einer der größten geht allen voran.

Gegen den Vorstoß von Simon & Schuster wendet sich eine Stellungnahme der Gilde vom 17. Mai 2007, die eine ewige Verlagsbindung befürchtet, weil das Recht auf Rückforderung des Nutzungsrechts aus dem Copyright faktisch unterginge. Die Gilde fordert die Schreiber zum Boykott auf.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.