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Montag, den 04. Okt. 2010

Sonntags Facebook, freitags EMail  

.   Seit 20 Jahren kann auch der Dümmste bequem EMail benutzen. Die graphische Benutzeroberfläche hatte auf Netzwerken Einzug gehalten. Chat für Gesellschafterversammlungen ist fast genauso alt. Ohne GUI war die alte EMail-Technik nicht jedem zuzumuten.

Wieso verkünden dann 20 Jahre später noch Anwälte, dass sie nur freitags EMail lesen? Sind das Juristen, die primär mit AIM, Facebook, IRC und LinkedIn korrespondieren und keine Zeit für EMail finden? Benutzen sie GTalk, um Beiratsversammlungen zu leiten oder mit mehreren Mandanten Gründerpläne zu schmieden?

Die Antwort steht aus. Die Kollegen sehen die Anfrage ja erst am Freitag. Vermutlich beantworten sie auch zuerst die Mandatsanfragen, die per EMail eingingen. Die haben sich erledigt, denn der potentielle Mandant hat bereits eine andere Kanzlei engagiert. Die fand er bei Twitter. Das Mandat wurde zügig per Twitter-DM vereinbart.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.