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Montag, den 09. Sept. 2013

Laienklage trifft Kafka  

.   Der Gesetzgeber gibt eine Prozessordnung - 50 mal in 50 Staaten - vor, der Supreme Court fügt Regeln hinzu, der Revisionsbezirk erlässt welche, das Bundesgericht bezirksweise ebenfalls, und dann häufeln einzelne Gerichte und Richter weitere Prozessbestimmungen drauf. Kein Wunder, dass der Kläger in Guinn v. Jeffco Combined Courts damit nicht klar kam!

Er klagte ohne Anwalt und bat um Streichung der Gerichtskosten, nachdem er länger als üblich im Gefängnis eine Trunkenheitsstrafe verbüßte. Dass das Bundesberufungsgericht des zehnten Bezirks der USA am 6. September 2013 sowohl Klage als auch Gebührenantrag ablehnte, erscheint dem Leser der kurzen, leicht lesbaren Begründung kafkaesk.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.