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Montag, den 28. Okt. 2013

Entlassung vor Niederkunft  

.   Eine Woche vor der Geburt ihres Kindes wurde die Klägerin nicht zum Dienst eingeteilt, was sie betriebsüblich als Kündigung ansah. Eine Woche danach schrieb ihr Arzt sie arbeitsfähig, doch nahm sie die Car-Hop-Arbeit in der Drive-In Gaststätte nicht wieder auf, weil sie sich für entlassen hielt.

Als sie erfuhr, dass Bundesgesetze Schwangere schützen, erhob sie Klage. Der Beschluss vom 23. Oktober 2013 im Fall Theresa Speight v. Sonic Restaurants Inc. erklärt anhand der Tatsachenbeschreibung und rechtlichen Würdigung genau, auf welchem Glatteis eine Arbeitgeberin in den USA bei einer ihr bekannten Schwangerschaft schlindert.

Arbeitsrecht ist je nach Einzelstaat geregelt, doch bestimmte Ungleichbehandlungsfragen richten sich nach Bundesrecht, hier dem Family and Medical Leave Act und dem 42 USC §2000e-2(a)(1) in Title VII Civil Rights Act, die das Bundesgericht des Bezirks Kansas leicht lesbar auf neun Seiten erläuterte.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.