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Samstag, den 08. Febr. 2014

Überschuldet? Kein Problem  

.   Vorkasse, Letter of Credit oder begrenzter Kreditrahmen, lautet der Rat für deutsche Lieferanten in die USA immer wieder. Die Über­schuldung ist für amerikanische Firmen zunächst kein Problem, jedenfalls nicht so wie in Deutschland, wo der Geschäfts­führer bei einer Insolvenz­verschleppung mit einem Bein im Gefängnis steht.

Ein Blick in die Tageszeitung unter dem Stichwort Insolvenz­anmeldung zeigt das Risiko auf: < $50000 Haben, > $1 Mio Soll. Und das beim Finanzberater, der wohl den Umgang mit Geld kennen sollte! In den USA ist so Vieles einfach anders. Dass es kein amerikanisches Sicherungs­eigentum oder einen Eigentums­vorbehalt wie in Deutschland gibt, sollte auch vor leicht­fertigen Lieferungen in die USA schützen.

Tipp: Lieferantenansprüche werden durch Eintragungen und pfandrechtliche Liens gesichert.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.