• • Zeugin im Glück: Kosten der verpatzten Vernehmung • • €1,5 Mio. Gehaltszuschuss bewirkt US-Gerichtsbarkeit • • Verwendung von Marken Dritter: Wetten und Bahnen • • Trotz $25000 Strafe klagt Wutkläger erneut • • Untreuer Vertreter mit Immunit√§tsanschein • • Verbotene Vertragsauslegung: $10 = $20 oder 10USD? • • Immunität der BRD im US-Gericht • • Schiff auf Riff - Tod auf Schulausflug: Kausal? • • Neueste Urteile USA

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Samstag, den 05. April 2014

Schadensvermutung bei Verleumdung  

.   Ein Versäumnisurteil gewann der Kläger in Jan Berkowitz v. Mateo Patisso, doch das Gericht sprach ihm ohne konkreten Schadensbeweis weder Schadensersatz noch eine Unterlassungsverfügung zu. In New York City entschied am 3. April 2014 hingegen das Bundesberufungsgericht des zweiten Bezirks der USA, dass bei der Verleumdung eine Schadensvermutung gilt. Der Kläger braucht den Schaden nicht zu belegen, sondern das Gericht muss sich mit der Vermutung nach Präzedenzfallrecht auseinandersetzen und den angemessenen Ersatz sowie den Strafschadensersatz, punitive Damages, als Abschreckung bestimmen. Für eine Verbotsverfügung gibt es keine vergleichbare Regel.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.