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Sonntag, den 10. Aug. 2014

Beschluss löst $100000 Prozesskosten aus  

.   Gnädig zeigte sich das Bundes­berufungs­gericht in San Francisco, als es sich am 8. August 2014 bereit erklärte, im Fall Sabrina Laguna v. Coverall North America, Inc. Anträge auf eine Neuanhö­rung nach erfolgter Entscheidung vor dem Gesamt­senat zuzulassen.

Aber denkt auch jemand an die Kosten? So ein Schriftsatz ist teuer. Bestimmt müssen beide Parteien mit je 50000 Dollar rechnen. Die Amicus Curiae-Schriftsätze unbeteiligter Interessierter kosten wohl dasselbe. Und nicht wegen der 50 Ausfertigungen, die jeder einreichen muss. Ein US-Prozess ist verdammt teuer.

Noch steht in den Sternen, ob es überhaupt zur En Banc-Überprüfung kommt. Diese Entscheidung behält sich der United States Court of Appeals for the Ninth Circuit noch vor. Immerhin hat er schon gestattet, dass Geheimver­gleichsunter­lagen versiegelt eingereicht werden dürfen, damit den Parteien kein Schaden geschieht.







CK
Rechtsanwalt u. Attorney Clemens Kochinke ist Gründer und Her­aus­ge­ber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung so­wie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Mal­ta, Eng­land und USA Jurist, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechts­fra­gen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heus­sen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­ma­na­ge­ment, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­ma­ny in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Ver­han­deln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.