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Montag, den 02. Juni 2003

Copyright Universe Expands - Not?  

CK - Washington.   In Microsoft Risks Copyright Impotence erörtert der Washingtoner Anwalt John Mitchell den Urheberrechtsmissbrauch am Beispiel amerikanischer Microsoft-Endverbraucherlizenzen. Der Missbrauch löst die Nichtigkeit des Urheberrechts aus.

Mitchell vergleicht gewisse MS-Lizenzbestimmungen mit dem Versuch der Filmindustrie, zweitklassige Filme im Verleih mit Rennern zu verknüpfen, was zur Undurchsetzbarkeit der Urheberrechte führte. Kürzlich verbat MS Linux-Firmen unter Hinweis auf eine Betriebssystembeschränkung in der Lizenz, das MS-Produkt FoxPro auf einem Linux-PC zu demonstrieren.

Im US-Recht gelten Verknüpfungen von Produkten und Dienstleistungen vielfach für bedenklich, so auch bei Software und ihrer Wartung. Da sanktionierte Monopole wie Urheberrechte und Patente Gesetzesschranken unterliegen, Inhaber ihre Monopole nicht einseitig ausdehnen dürfen, und das wirtschaftliche Interesse an unter verschiedenen Betriebssystemen einsetzbaren Programmen zunimmt, ist Mitchells Kurzanalyse zeitgerecht und lesenswert.









CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.