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Samstag, den 17. Juni 2006

Schriftsätze abschreiben  

.   Was in der Blogwelt bis zum Absurden praktiziert wird - das Abschreiben und Wiederkauen -, regt die Anwaltschaft immer mehr auf. Die Diskussion um die Wiederverwendung von Schriftsätzen durch Dritte gerät in Fahrt.

Ist es rechtspolitisch sinnvoll, wenn Anwaltskosten sinken, indem Material wiederverwertet wird? War das im Common Law nicht mit den Writs allgemeine Übung und erwartet? Oder stellt das Urheberrecht eine Barriere gegen die Wiederverwendung dar, gegen die auch der Fair Use-Grundsatz bei einer behaupteten Verletzung nicht hilft?

Davida H. Isaacs untersucht detailliert diese Fragen in The Highest Form of Flattery? Application of the Fair Use Defense against Copyright Claims for Unauthorized Appropriation of Litigation Documents. Das Ideoblog macht sich hingegen Gedanken über die Gefahr für urheberrechtsfähiger Werke, ignoriert zu werden: The Lowest Form of Flattery. Im WSJ Law Blog werden diverse Auffassungen zu dieser Praxis vertreten.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.