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Mittwoch, den 10. Okt. 2007

Anwaltlicher Umgang mit Metadaten  

.   Am 5. Oktober 2007 weist die Bar Association in Washington, DC die Anwaltschaft auf die rechtmäßige Verwendung von Metadaten in zugegangenen elektronischen Dokumenten hin. Metadaten sind in der Regel nicht in einer ausgedruckten Fassung sichtbar. Um sie zu sehen, ist gelegentlich ein anderes Programm als die Software erforderlich, das die Metadaten schuf, beispielsweise ein Textprogramm wie Kate oder Notepad oder ein Hex-Editor.

Die neuen Bestimmungen finden sich in der Opinion 341 der DC Bar. Ein absolutes Verbot für die Nutzung der gegnerischen Metadaten greift, wenn der Empfänger weiß, dass die Metadaten versehentlich übermittelt wurden.

Die folgenden Standesregeln setzen den Rahmen für die Bewertung des Umgangs mit Metadaten: Vertraulichkeit von Informationen, Fairness gegenüber Gegner und Rechtsanwalt, Respekt für Rechte Dritter und Fehlverhalten. Die Definition von Metadaten orientiert sich am Begriff des Federal Judicial Center: Rothstein, Hedges, Wiggins, Managing Discovery of Electronic Information: A Pocket Guide for Judges 24-25 (Federal Judicial Center 2007).







CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.