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Freitag, den 15. Febr. 2008

Schuldner und Schuldnerschutz  

.   Da Knochenbrecher beim Inkasso in den USA über die Stränge schlugen, mischte sich der Bund 1977 in einzelstaatliche Kompetenzen ein und erließ ein Schuldnerschutzgesetz, den Fair Debt Collection Practices Act. Obwohl er Rechtsanwälte nicht erfassen sollte, wirkte er sich allmählich auch auf den anwaltlichen Forderungseinzug aus, vgl. Inkasso als Falle für Rechtsanwälte.

Manche Schuldner schießen jedoch mit ihrer Abwehr von Inkassomaßnahmen über das Ziel hinaus. Anschaulich stellt die Komplexität das Urteil von 14. Feburar 2008 des zweiten Bundesberufungsgerichts im Fall Gershon Jacobson v. Healthcare Financial Services, Inc., Az. 06-3147, dar.

Das Gericht berücksichtigt die Änderungen im Financial Services Regulatory Relief Act of 2006, Pub. L. No. 109-351, §802(c), 120 Stat. 1966, 2006-07 (2006). Von praktischer Bedeutung ist die bestätigende Erklärung des Gerichts, dass ein Forderungsschreiben so verfasst sein muss, dass auch der Dümmste, the least sophisticated Consumer, seine Rechte nicht missverstehen kann.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.