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Montag, den 01. April 2013

Ein LSG in den USA  

Vom vorbildlichen deutschen Recht lernen

.   Amerikanische Verleger von Internet­führern, deren Markt von Altavista, Yahoo und Google vernichtet wurde, hoffen auf ein bundes­weites Leistungs­schutz­gesetz.

Die Wiederbelebung der Nachfrage nach gebundenen Internet Yellow Pages basiert auf dem Konzept, dass das Verbot des nie eindeutig definierten Fair Use im Copyright Act durch ein LSG zum Schutz der Printmedien die etablierten Such­maschinen verunsichert und damit viele Links aus ihnen verbannt.

Wie nach der Öffnung des Internets für jedermann und vor der Erfindung der Such­maschinen würden Leser wieder auf gedruckte Führer durch die digitalen Landschaften zurück­greifen, hoffen die Verleger der Gelben Seiten.

Deutsche Verlagslobbyisten wurden bereits per Telegramm nach Washington eingeladen; die ersten haben schon die Dampferreise gebucht.

Die Vertreter der Telexwirtschaft zeigen ebenfalls Interesse am legislativen Retro-Trend: Seit dem Morse-Kode bekannte Kürzel, die heute gebührenfrei in Chat und SMS eingesetzt werden, sollen dort verboten werden, um das Telex wiederzubeleben.








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.