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Montag, den 14. Nov. 2011

NDA nicht auf der Serviette  

.   Geschäftsideen und NDAs werden sprichwörtlich auf der Serviette entworfen. Andere verdienen mit beiden ihren Lebensunterhalt. Auch das Non-Disclosure Agreement wird nicht im Handumdrehen formuliert.

Schließlich gibt es gesetzliche Vorgaben, die beispielsweise in der Hauptstadt der USA aus einem Modellentwurf abgeleitet sind, dem Uniform Trade Secrets Act. Sie sind in Titel 36 der DC Statutes unter §§36-401 ff. kodifiziert.

Wer ein Confidentiality Agreement oder NDA schreibt, muss daher das Gesetz samt Voraussetzungen und Rechtsfolgen berücksichtigen. Dazu kommen die besonderen Umstände: Soll einem zuküftigen Geschäftspartner oder einem Wettbewerber der Zugang zur Fabrik erlaubt werden?

Werden Dokumente oder Quellkode geschützt? Gehört ein Wettbewerbsverbot zum Schutzumfang? Manche NDAs werden wochenlang verhandelt. Ein NDA auf der Serviette ist vielleicht soviel wert wie das Papier. Oder hat es der Experte für seine übliche Gebühr entworfen?








CK
Clemens Kochinke ist Gründer und Herausgeber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung sowie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Malta, England und USA Jurist, At­tor­ney und Rechtsanwalt, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechtsfragen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heussen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­management, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­many in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Verhandeln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.