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Freitag, den 01. Jan. 2016

Schock: Unschuldsvermutung in den USA  

.   So stolz sind Amerikaner auf die Unschuldsvermutung in ihrem Strafrecht, dass sie meinen, im Ausland gälte guilty until proven inno­cent. Deutsche wundern sich hingegen, wie die Presse in die Herbei­führung einer Voreingenommenheit der Öffentlichkeit und der Geschworenen durch den Perp Walk eingebunden wird. Menschenwürde? Steht nicht in der US-Verfa­ssung, sondern höchstens und selten in einer einzelstaatlichen, wie der der Bundeshauptstadt Washington.

In Unschuldsvermutung und Presseberichterstattung in den USA geht Julia Blees dem provozierten Bias durch Perp Walk als Ausgangspunkt ihrer Betrach­tungen zur Unschuldsvermutung in den USA nach und gelangt zu einer er­nüch­ternden Feststellung. Trotz ihres Stolzes auf ein innocent until proven guilty werden Amerikaner nur durch eine beweisrechtliche Unschulds­ver­mutung geschützt. Was die deutsche Presse einer persönlichkeits­rechtlichen Haftung aussetzen würde, fordert die amerikanische Politik von der ihrigen.







CK
Rechtsanwalt u. Attorney Clemens Kochinke ist Gründer und Her­aus­ge­ber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung so­wie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Mal­ta, Eng­land und USA Jurist, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechts­fra­gen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heus­sen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­ma­na­ge­ment, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­ma­ny in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Ver­han­deln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.