Terror und Menschenrechte
CHS - Washington. Prof. Dr. Andreas Freytag aus Jena sprach auf Einladung der Friedrich Naumann Foundation heute in Washington über das Thema Bürgerrechte im Zeitalter des internationalen Terrors. Freytag ist Wirtschaftsökonom und konzentrierte sich vor allem auf die wirtschaftlichen Kosten der Antiterrorgesetze.
Terroristen, so Freytag, seien momentan recht erfolgreich. Ihre Anschläge erhöhten die Kosten des Welthandels beträchtlich und senkten dadurch den allgemeinen Wohlstand. Durch die Antiterrorgesetze verlören zudem die Regierungen immer mehr das Vertrauen der Bevölkerung. Schließlich beeinträchtigten sie auch die Lebensqualität in den westlichen Staaten.
Dieser Analyse folgten einige Ratschläge, um das Terrorproblem langfristig zu lösen. Aus ökonomischer Perspektive seien freiheitseinschränkende Regelungen eher kontraproduktiv, dagegen müsse verstärkt auf freien Welthandel, die Öffnung der Märkte sowie den Aufbau von Institutionen in den rogue States gesetzt werden. Dies setze allerdings zugleich innere Reformen in den westlichen Staaten voraus, vor allem eine globalisierungsfeste Gestaltung der Sozialsysteme. Schließlich seien auch die Rechte von gefangen genommenen Terroristen zu wahren, und Politiker müßten eine moderate Sprachweise pflegen, damit dem Terrorismus der Boden entzogen werde.
Das Fazit Freytags: Rechtsstaatlich-liberale, offene Gesellschaften seien niemals völlig gegen Terroranschläge abzusichern. Sie besäßen aber eine große Anziehungskraft auf die Menschen in den Entwicklungsländern. Es liege im Interesse der USA und der europäischen Staaten, diese Reputation auch in Zeiten des Terrors nicht leichtfertig zu verspielen.
Das Fazit Freytags: Rechtsstaatlich-liberale, offene Gesellschaften seien niemals völlig gegen Terroranschläge abzusichern. Sie besäßen aber eine große Anziehungskraft auf die Menschen in den Entwicklungsländern. Es liege im Interesse der USA und der europäischen Staaten, diese Reputation auch in Zeiten des Terrors nicht leichtfertig zu verspielen.