CK • Washington. Die Rechtsprechung des Staates ist auch für Bundesgerichte verbindlich. Daher unterwirft sich das zweite Bundesberufungsgericht der USA ausdrücklich der Entscheidungshoheit des obersten einzelstaatlichen Gerichts, als es eine Lücke im einzelstaatlichen Recht entdeckt.
Im Fall
Briggs Avenue, LLC v. Insurance Corporation of Hannover, Az. 06-3231, nahm der Prozess seinen Lauf in der Bundesgerichtsbarkeit, obwohl er wegen der Anwendbarkeit einzelstaatlichen Rechts auch beim untersten einzelstaatlichen Gericht, einem der
Supreme Courts in New York, hätte beginnen können. Das Gericht erklärt am 15. Februar 2008, in welchen Situationen er eine Rechtsfrage dem einzelstaatlichen Oberstgericht, dem
New York Court of Appeals, vorlegt und wie es sein Verhältnis zum Staatsgericht beurteilt:
We therefore make clear that while we invite New York's highest court to speak to an issue, we in no way impose on it to do so should it prefer, in its discretion, to withhold judgment. We place ourselves, in other words, in a position similar to that of the New York Appellate Divisions, whose view of the merits in a particular case may, but need not, be reviewed by the New York Court of Appeals.