Quellkode verletzt: $3 Mio. Prozessabwehrkosten
CK • Washington. Die Klägerin im Revisionsbeschluss Universal Instruments Corp. v. Micro Systems Engineering Inc. klagte, weil die Beklagten den von ihr gelieferten Quellkode unter Verstoß gegen den Copyright Act verletzten und nutzten, und verlor. Das Gericht sprach den Beklagten über $3 Mio. Kostenerstattung zu. Beide Seiten gingen in die Revision - die Beklagten, weil ihre Verteidigung noch teurer ausfiel. Am 4. Februar 2020 entschied in New York City das Bundesberufungsgericht des zweiten Bezirks der USA unter Verweis auf §505 Copyright Act:
Das Untergericht hatte die Klage als objektiv unangemessen eingeordnet, aber es kannte noch nicht die nachfolgende Revisionsentscheidung, die den materiellen Anspruch und die Einreden aus dem Copyright Act als bei einer neuen Rechtsfrage angemessen einstufte. In Unkenntnis dieser Entscheidung mag das Untergericht die Kostenerstattungsfrage falsch beurteilt haben. Deshalb wird der Kostenbeschluss zur Neubeurteilung aufgehoben.
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In any civil action under this title, the court in its discretion may allow the recovery of full costs by or against any party other than the United States or an officer thereof. Except as otherwise provided by this title, the court may also award a reasonable attorney's fee to the prevailing party as part of the costs.Der Supreme Court hatte dieses gerichtliche Ermessen nicht weiter eingeschränkt, s. Fogerty v. Fantasy, Inc., 510 U.S. 517, 534 (1994): There is no precise rule or formula for making these determinations, but instead equitable discretion should be exercised in light of the considerations we have identified. Er stellte allerdings auf bestimmte Merkmale ab, die er später in Kirtsaeng v. John Wiley & Sons Inc. so klärte, dass eine objektive Angemessenheit wesentlich ist.
Das Untergericht hatte die Klage als objektiv unangemessen eingeordnet, aber es kannte noch nicht die nachfolgende Revisionsentscheidung, die den materiellen Anspruch und die Einreden aus dem Copyright Act als bei einer neuen Rechtsfrage angemessen einstufte. In Unkenntnis dieser Entscheidung mag das Untergericht die Kostenerstattungsfrage falsch beurteilt haben. Deshalb wird der Kostenbeschluss zur Neubeurteilung aufgehoben.