Krise spitzt sich zu
CK • Washington. Die Personalkrise im öffentlichen Dienst spitzt sich zu. Gerade bei den Juristen gibt es zu wenig Nachwuchs. Der öffentliche Dienst erscheint ihnen nicht attraktiv. Sie sehen dort wenig Möglichkeiten, Privat- und Berufsleben in Einklang zu bringen.
Währenddessen nimmt die Zahl der Pensionsberechtigten rasch zu, wie die Washington Post am 26. Februar 2006, S. C6, anhand der Verwaltung im Kreis Fairfax am anderen Ufer des Potomac erklärt.
Nur gut, dass die Alten gern weit über das Pensionalter hinaus arbeiten - jedenfalls in der Privatwirtschaft - und niemand nach dem Diskriminierungsrechts nur wegen des Erreichens des Pensionsalters entlassen werden kann. Zudem gebietet dieses Recht der Verwaltung, bei der Einstellung jeden unabhängig vom Alter zu berücksichtigen.
Vielleicht wechseln dann mehr Juristen mit 70 von der Privatwirtschaft in den öffentlichen Dienst, um die Krise zu entschärfen. Der Wechsel ist ja schließlich auch in jügeren Altersklassen üblich. Ein paar Jahre im Ministerium oder bei der Staatsanwaltschaft hat noch niemandem geschadet, und die Verwaltung gewinnt immer von der externen Perspektive.