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Sonntag, den 13. Mai 2018

Metatags belegen Stärke von Marke und Aufmachung  

Schuhbild im Urteil
.   Der Fall Adidas America Inc. v. Skechers USA Inc. behandelt die Ver­wechs­lungsgefahr bei imitiertem Schuhwerk und die Ver­wendung von Me­tatags zur Irreleitung von Such­machinen und Kunden zum Nachahmer. Me­tatags sind für Webseitenbesucher unsicht­bar, wenn sie nicht den Quellkode prüfen, und ent­hal­ten Namen des imitierten Schuhs. Allein die Verwendung des Namens beweist die Stärke der mit dem Namen ver­bundenen Marke, er­kann­te am 10. Mai 2019 in San Francisco das Bundes­be­ru­fungs­gericht des neun­ten Bezirks der USA:
Skechers's own conduct also supports the district court's finding. "[P]roof of copying strongly supports an inference of secondary mea­ning." Vision Sports Inc. v. Melville Corp., 888 F.2d 609, 615 (9th Cir. 1989). Skechers placed metadata tags on its website that di­rected con­sumers who searched for "adidas Stan Smith" to the page for the Onix shoe. "Using another's trademark in one's metatags is much like posting a sign with another's trademark in front of one's store." Brookfield Commc'ns, Inc. v. W. Coast Entm't Corp., 174 F.3d 1036, 1064 (9th Cir. 1999). We agree with the district court that "the only reason 'adi­das Stan Smith' is a useful search term is that consumers associate the term with a distinctive and recognizable shoe made by adidas."
Das einflussreiche Revisionsgericht erörterte danach lehrreich die Merkmale der Verwechslungsgefahr im Markenrecht mit zwei Mindermeinungen an­hand der markenrechtlichen Merkmale, die auf den Schutz der Warenaufmachung an­ge­wandt werden: "Likelihood of confusion in the trade dress context is eva­lu­a­ted by reference to the same factors used in the ordinary trademark context[:] strength of the trade dress, similarity between plaintiff's and defendant's trade dress, evi­den­ce of actual confusion, marketing channels used, type of goods and likely de­gree of purchaser care, and the defendant's intent in selecting its trade dress." Vision Sports, 888 F.2d at 616.







CK
Rechtsanwalt u. Attorney Clemens Kochinke ist Gründer und Her­aus­ge­ber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung so­wie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Mal­ta, Eng­land und USA Jurist, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechts­fra­gen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heus­sen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­ma­na­ge­ment, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­ma­ny in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Ver­han­deln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.