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Montag, den 16. Nov. 2015

Noten mit Klage gegen Uni nachbessern?  

.   Zwei Noten wollte ein Student durch eine Klage gegen seine Universität nachbessern. Am 13. November 2015 fiel in Chicago die Revisions­entscheidung mit einer lehrreichen Darlegung der Anspruchsmer­kmale. Das Gericht erörterte in Smith v. Utah State University die behaupteten Vertrags- und Amtshaftungsansprüche gegen die Uni und ihr Personal.

Die Uni selbst genieße Immunität vor dem Bundesgericht, obwohl sie vor dem einzelstaatlichen Gericht hätte verklagt werden können. Der Staat Utah als Gründer hätte ihre Immunität nur für einzelstaatliche Prozesse eingeschränkt. Ansprüche gegen Professoren seien zulässig, aber materiell unschlüssig, führte das Gericht in einer Dreipunkteprüfung aus:
To the extent that Smith pursues the individual defendants…, he states no valid due-process claim against them. First, the crux of Smith's appeal is that the defendants violated due process by failing to follow the school's own appeals procedures. Yet we have long held that a public institution's failure to follow state-specified procedures does not violate due process.… Second, his claim depends on the existence of a protected interest in a particular grade, but he has supplied no authority establishing that protected interest, as he must.… Third, in the context of public education, the Supreme Court has held that if a student has a protected interest in not being dismissed from a program for academic reasons, the only process due is limited, flexible, and informal. Smith was not dismissed from the program; he merely received two unwanted grades.







CK
Rechtsanwalt u. Attorney Clemens Kochinke ist Gründer und Her­aus­ge­ber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung so­wie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Mal­ta, Eng­land und USA Jurist, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechts­fra­gen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heus­sen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­ma­na­ge­ment, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­ma­ny in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Ver­han­deln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.