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Dienstag, den 01. Mai 2018

Anspruch auf Basic Fairness bei Vergewaltigungsprüfung?  

.   Schuldet eine Unversität einem Studenten Schadensersatz, weil sie eine Vergewaltigungsbehauptung ohne basic Fairness untersuchte und dann den Studenten lange der Uni verwies? Obwohl die am Sex Beteiligten sich bescheinigten, dass beide dem Verkehr alkoholisiert zugestimmt hatten, nahm die Uni eine Untersuchung auf, nachdem sie ein Jahr später eine Beschwerde erhielt.

In Doe v. Catholic University of America prüfte das Gericht, ob eine neuartige, vom Kläger behauptete unerlaubte Handlung des Typs Tort for Breach of basic Fair­ness im Recht des District of Columbia existiere. Es entschied, dass eine solche An­spruchsart in Verbindung mit der absichtlichen Zufügung emotionaler Schä­den, intentional Infliction of emotional Distress, nicht bekannt sei. Deshalb wird die Klage am 30. April 2018 mehrheitlich nach einer Erörterung der weiteren An­spruchs­arten nach Due Process, Rechtsstaatlichkeit, und der Verletzung von Richt­li­ni­en abgewiesen.







CK
Rechtsanwalt u. Attorney Clemens Kochinke ist Gründer und Her­aus­ge­ber des German Ame­ri­can Law Journal in der Digitalfassung so­wie von Embassy Law. Er ist nach der Ausbildung in Deutschland, Mal­ta, Eng­land und USA Jurist, vormals Referent für Wirt­schafts­politik und IT-Auf­sichtsrat, seit 2014 zudem Managing Part­ner einer 75-jäh­ri­gen ame­ri­ka­nischen Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Er erklärt deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Rechts­fra­gen in Büchern und Fachzeitschriften.

2014 erschien sein Kapitel Vertragsverhandlung in den USA in Heus­sen/Pischel, Handbuch Vertragsverhandlung und Ver­trags­ma­na­ge­ment, und 2012 sein Buchbeitrag Business Nego­ti­ati­ons in Ger­ma­ny in New York, 2013 sein EBook Der ame­ri­ka­ni­sche Vertrag: Planen - Ver­han­deln - Schreiben.

Die meisten Mitverfasser sind seine hochqualifizierten, in das amerikanische Recht eingeführten Referendare und Praktikanten.